Kommissar Rex ist zurück! Kritik zur ersten Folge der neuen Staffel (2026)

22 Jahre nach dem Ende der Serie "Kommissar Rex" kehrt der berühmte Polizeihund zurück und nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, ohne dabei die Moderne zu vernachlässigen. Die erste Folge "Wien sehen und sterben" ist ein gelungener Neustart, der Nostalgie und Innovation geschickt miteinander verbindet.

Persönlich finde ich es faszinierend, wie die Serie es schafft, eine Balance zwischen dem alten und neuen "Kommissar Rex" zu finden. Die längeren Folgen erlauben es, die Charaktere und ihre Konflikte tiefer zu erkunden, was besonders bei der Beziehung zwischen Max Steiner und seiner Tochter zum Tragen kommt. Ein Aspekt, der in der ersten Folge noch etwas im Schatten steht, ist die Entwicklung von Steiner selbst. Er bleibt noch etwas blass und unauffällig, während Rex, der vierbeinige Star, sofort das vertraute Gefühl der alten Serie wieder aufleben lässt.

Was mich besonders begeistert, ist die Art und Weise, wie "Kommissar Rex" Humor und Spannung miteinander verbindet. Die Dialoge zwischen Steiner und dem Bombenentschärfer sind ein gelungener Kontrast zur bedrohlichen Situation und sorgen für einen lockeren Ton, ohne die Ernsthaftigkeit der Handlung zu schmälern. Allerdings zeigt sich auch, dass die längere Laufzeit ihre Herausforderungen mitbringt. Die Handlung wird komplexer und entwickelt sich von einer Bombensituation zu einer Art Agentengeschichte, was stellenweise etwas überladen wirkt.

Visuell und akustisch ist die Folge jedoch ein Genuss. Die Drohnenaufnahmen und abwechslungsreichen Kamerafahrten schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die durch die passende Musikuntermalung noch verstärkt wird. Die Serie bleibt dabei ihren Wurzeln treu und präsentiert Wien in all seiner Schönheit, vom Stephansdom bis zu den Weinbergen. Ein gelungener Österreich-Export, der die Stadt von ihrer besten Seite zeigt.

Ein Kritikpunkt, den ich anbringen möchte, betrifft die Nebenfiguren. Während Steiner und Rex das Zentrum bilden, bleiben die anderen Charaktere noch etwas farblos. Insbesondere die Rolle der Majorin Evelyn Leitner wirkt noch unausgereift und bedarf weiterer Entwicklung. Hier besteht noch Luft nach oben.

Insgesamt ist der Neustart von "Kommissar Rex" eine solide und unterhaltsame Angelegenheit. Die Serie findet ihren eigenen Ton und bietet sowohl Fans als auch Neueinsteigern einen leichten Zugang. Ich bin gespannt, welche Themen und Geschichten uns in den kommenden Folgen erwarten und ob Rex weiterhin mit seinem Charme und seinen Fähigkeiten überzeugen kann. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Die Halswirbelsäule des treuen Hundes könnte unter seiner ständigen Kopfbewegung leiden, ein Aspekt, den man im Auge behalten sollte.

"Kommissar Rex" ist zurück und lädt uns ein, Wien auf eine ganz besondere Weise zu entdecken.

Kommissar Rex ist zurück! Kritik zur ersten Folge der neuen Staffel (2026)

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Author: Ms. Lucile Johns

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